Wußten Sie schon? - Wassergüteklassen

Alle Gewässer werden von Lebewesen bewohnt. Im Laufe der Evolution gab es schon immer verfaulende Pflanzen- und Tierleichen, die in Gewässern vorkamen. Für einige Bakterien, Pflanzen und Tiere ergab sich hier die Möglichkeit, sie als Nahrungsgrundlage zu nutzen und sich besonders auf die Fäulnis (Saprobie) einzustellen.

Es stellte sich heraus, daß in sauberen Gewässern Tiere durchweg gleicher Art leben und zwar andere als in verschmutzten. Für einzelne Sauberkeitsstufen hat man charakteristische Arten festgestellt und schließt umgekehrt: wenn ein für eine bestimmte Sauberkeitsstufe (Wassergüteklasse) charakteristischer Anzeigermechanismus vorkommt, so gehört das Gewässer zu dieser Wassergüteklasse.


Gütegliederung der Fließgewässer

Güte-
klasse
Grad der
organischen Belastung
Grad der Fäulnis
(Saprobienindex)
Kennfarbe in der
Gewässergütekarte
I unbelastet bis gering belastet
oligosaprob 1,0 - 1,5
dunkelblau
I - II gering belastet
oligosaprob 1,5 - 1,8
hellblau
II mäßig belastet
β-mesosaprob 1,8 - 2,3
grün
II - III kritisch belastet
β-mesosaprob 2,3 - 2,7
gelb-grün
III stark verschmutzt
α-mesosaprob 2,7 - 3,2
gelb
III - IV sehr stark verschmutzt
α-mesosaprob 3,2 - 3,5
rot-orange
IV übermäßig verschmutzt
polysaprob 3,5 - 4,0
rot

Wassergüteklassen - Saprobienindex

zurück